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Brau Union Z1U Schank

Dieser Artikel beschreibt, welche Parameter eine Brau Union Z1 Schankanlage für die Anbindung an ein bessa Produkt benötigt. bessa implementiert das Kassenprotokoll Z1U-LAN BUÖ (API-Version 1.0.2). Die Anbindung erfolgt ausschließlich über das Netzwerk.

Voraussetzungen

  • Die Schankanlage ist mit dem Netzwerkmodul ausgestattet.

  • Die Schankversion ist mindestens 1.8.6.

  • Eine statische IP aus dem Kassennetzwerk ist an LAN 6 der Schankanlage eingestellt.

  • Der Router der Brau Union ist abgesteckt und für die Schankanlage deaktiviert.

  • Der Chef- oder Technikerschlüssel steckt beim initialen Verbinden — ohne ihn lässt sich die Kopplung nicht bestätigen.

  • Im bessa Manager ist ein Schank-Profil angelegt und mit den Artikel-PLUs der Schankanlage befüllt. Der Eintrag ist nur vorhanden, wenn das Schank-Modul zuvor bei bessa bestellt wurde. Siehe Schanken.

Die Schankanlage antwortet nicht auf PING. Das ist eine Vorgabe von Heineken und kein Fehler. Prüfen Sie die Erreichbarkeit stattdessen über TCP-Port 443.

Parameter

Das Z1U-Protokoll wird ausschließlich mit dem Verbindungstyp Netzwerk betrieben. Eingetragen werden die Werte im jeweiligen bessa Produkt — an der Kassa unter Schankeinstellungen.

Feld

Bedeutung

Wert

Verbindungstyp

Anbindungsart

Netzwerk

Protokoll

Kassenprotokoll

Z1U Protokoll

IP Adresse

Statische IP der Schankanlage an LAN 6

z. B. 192.168.0.60

Port

HTTPS-Port der Kassenschnittstelle

443

Weitere Felder gibt es nicht. Stellen-Angaben und ein Prüfsummen-Schalter wie beim E-Protokoll entfallen, weil Z1U alle Nutzdaten als JSON über HTTPS überträgt.

Kopplung mit der Schankanlage

Nach dem Speichern der Verbindungsdaten muss die Kopplung einmalig angestoßen und direkt am Display der Schankanlage bestätigt werden. An der Kassa geschieht das über die Aktion Guthaben zurücksetzen im Menü der Schank-Detailansicht — siehe Schankeinstellungen.

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Die Schankanlage identifiziert das angebundene Gerät über eine Kennung und einen Anzeigenamen. Beides muss nicht eingegeben werden — übertragen werden automatisch die ID und der Name des Geräts. Auf dem Display der Schankanlage erscheint bei der Kopplung daher der Name, der im bessa Manager für diese Kassa vergeben wurde.

Aus der Kopplung folgt ein Zugangsschlüssel, der für alle weiteren Anfragen verwendet wird. Läuft er ab oder wird er an der Schankanlage entzogen, erfolgt die Anmeldung automatisch erneut. Wurde die Kopplung an der Schankanlage gelöscht, muss sie über Guthaben zurücksetzen neu bestätigt werden.

Verschlüsselung

Die Kommunikation läuft über HTTPS auf TCP 443. Die Schankanlage verwendet dabei ein selbstsigniertes Zertifikat, das nicht gegen eine öffentliche Zertifizierungsstelle geprüft werden kann — der Schanktreiber akzeptiert es deshalb bewusst. Die Übertragung im lokalen Netz ist verschlüsselt, ein TLS-aufbrechender Proxy oder eine SSL-Inspection-Firewall auf der Strecke zur Schankanlage verhindert die Verbindung jedoch.

FAQ

Warum lässt sich die Schankanlage nicht anpingen? Das ist eine bewusste Vorgabe von Heineken. Verwenden Sie zur Diagnose TCP 443 statt ICMP.

Warum muss der Chef- oder Technikerschlüssel stecken? Die Erstkopplung muss am Gerät bestätigt werden. Ohne berechtigten Schlüssel zeigt die Schankanlage die Bestätigungsabfrage nicht an.

Kann eine Z1U-Anlage seriell angebunden werden? Nein. In bessa steht das Z1U-Protokoll ausschließlich für den Verbindungstyp Netzwerk zur Verfügung.

Wofür ist „Guthaben zurücksetzen"? Die Aktion löscht alle offenen Kredite im Speicher der Schankanlage und führt dabei eine Kopplung durch. Sie wird bei der Ersteinrichtung benötigt und ist danach das Mittel der Wahl, wenn Gerät und Schankanlage auseinandergelaufen sind.

Mögliche Fehlerquellen

  • Ist der Notschlüssel angesteckt, werden keine Kreditbestellungen an der Schankanlage angezeigt beziehungsweise freigeschaltet.

  • Verbindungstest schlägt fehl — der Router der Brau Union ist noch aktiv, die statische IP liegt nicht an LAN 6 an, oder Gerät und Schankanlage liegen in getrennten VLANs ohne Routing.

  • Kopplung wird nicht bestätigt — Chef- oder Technikerschlüssel steckt nicht, oder die Bestätigung am Display der Schankanlage wurde nicht quittiert.

  • Verbindung bricht nach kurzer Zeit ab — eine SSL-Inspection-Firewall auf der Strecke zur Schankanlage bricht die TLS-Verbindung auf.

  • Schankversion älter als 1.8.6 — die Kassenschnittstelle steht dann noch nicht in der benötigten Form zur Verfügung.

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