Dieser Artikel beschreibt, welche Parameter für eine über VMPS angebundene Schankanlage benötigt werden und wie sie an der Kassa konfiguriert werden. bessa implementiert VMPS nach der Spezifikation Version 5.16 (03.07.2015).
VMPS ist das Kassenprotokoll der Gruber-Schanksysteme und wird auch von einer Reihe kompatibler Anlagen verwendet. Es ist das einzige der drei unterstützten Protokolle, das sowohl seriell über USB als auch über das Netzwerk betrieben werden kann.
Voraussetzungen
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Die Kassenschnittstelle ist an der Schankanlage aktiviert und auf VMPS eingestellt.
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Für die serielle Anbindung: ein USB-Seriell-Adapter zwischen Kassa und Schankanlage sowie die vom Schanktechniker vorgegebenen Übertragungsparameter.
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Für die Netzwerk-Anbindung: die Schankanlage hat eine statische IP im Kassennetzwerk oder eine reservierte DHCP-Lease und ist von der Kassa aus erreichbar.
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Im bessa Manager ist ein Schank-Profil angelegt und mit Artikel-PLUs, Benutzernummern und — falls benötigt — Tischnummern befüllt. Siehe Schanken.
Wo die Parameter eingetragen werden
VMPS lässt sich mit dem Verbindungstyp Seriell (USB) oder Netzwerk betreiben; je nach Wahl gilt eine der beiden Parametertabellen unten. Eingetragen werden die Werte im jeweiligen bessa Produkt — an der Kassa unter Schankeinstellungen.
Parameter bei serieller Anbindung
Bei Seriell (USB) wird der verwendete USB-Seriell-Adapter ausgewählt und die vier Übertragungsparameter werden eingetragen. Sie müssen exakt mit der Einstellung an der Schankanlage übereinstimmen.
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Feld |
Bedeutung |
Zulässige Werte |
Typischer Wert |
|---|---|---|---|
|
Baudrate |
Übertragungsgeschwindigkeit in Bit/s |
Ganzzahl, z. B. |
|
|
Datenbits |
Anzahl der Datenbits pro Zeichen |
|
|
|
Stopbits |
Anzahl der Stopbits |
|
|
|
Parität |
Paritätsprüfung |
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Parameter bei Netzwerkanbindung
Bei Netzwerk läuft die Kommunikation über UDP.
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Feld |
Bedeutung |
Typischer Wert |
|---|---|---|
|
IP Adresse |
Statische IP der Schankanlage im Kassennetzwerk |
z. B. |
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Port |
UDP-Port der Kassenschnittstelle an der Schankanlage |
|
Der Schanktreiber belegt lokal denselben UDP-Port, den er an der Schankanlage anspricht. Werden mehrere Schankanlagen über VMPS im Netzwerk angebunden, muss deshalb jede Anlage einen eigenen Port verwenden — sonst kann nur die zuerst verbundene Schank angesprochen werden.
UDP ist ein verbindungsloses Protokoll ohne Zustellgarantie. Gerät und Schankanlage müssen im selben, stabilen Netzsegment liegen. WLAN-Strecken mit Roaming oder Paketverlust führen zu sporadisch fehlschlagenden Buchungen. Eine kabelgebundene Verbindung ist die verlässlichere Variante.
Keine Stellen-Angaben erforderlich
Anders als beim E-Protokoll sind die Feldbreiten bei VMPS in der Spezifikation fest vorgegeben. Der Schanktreiber verwendet sie automatisch — in der Konfiguration erscheinen deshalb weder Stellen-Angaben noch ein Prüfsummen-Schalter.
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Feld im Protokoll |
Feste Stellenanzahl |
|---|---|
|
Kellner / Benutzer |
3 |
|
Tisch |
4 |
|
Produkt (PLU) |
4 |
|
Menge |
5 |
|
Station |
2 |
|
Laufende Nummer |
2 |
Die XOR-Prüfsumme ist bei VMPS fester Bestandteil jedes Kommandos und immer aktiv. Ebenso führt der Schanktreiber je Schankanlage eine laufende Nummer mit, die über Neustarts hinweg erhalten bleibt und die Zuordnung von Kommando und Antwort sicherstellt.
Ohne hinterlegte Benutzernummer: Ist im Schank-Profil für den buchenden Benutzer keine Benutzernummer der Schank hinterlegt, wird bei VMPS die Kellnernummer 999 übertragen. Die Buchung wird also ausgeführt, aber nicht einem bestimmten Mitarbeiter zugeordnet.
FAQ
Seriell oder Netzwerk — was ist besser? Die serielle Anbindung ist die robustere Variante, weil sie keine Netzwerkinfrastruktur benötigt, bindet aber Gerät und Schankanlage räumlich aneinander. Die Netzwerkanbindung erlaubt beliebige Entfernungen, setzt aber ein stabiles LAN und eine statische Adressierung voraus.
Welche Anlagen sprechen VMPS? Gruber-Schanksysteme sowie kompatible Anlagen und Dispenser anderer Hersteller. Ob eine bestimmte Anlage VMPS unterstützt und in welcher Version, erfragen Sie beim Hersteller oder Schanktechniker.
Muss die Schankanlage auf PING antworten? Nein, aber es hilft bei der Fehlersuche. Antwortet die Anlage nicht auf ICMP, prüfen Sie stattdessen die Erreichbarkeit des konfigurierten UDP-Ports.
Mögliche Fehlerquellen
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Verbindungstest schlägt bei Netzwerkanbindung fehl — IP oder Port falsch, die Schankanlage liegt in einem anderen VLAN, oder eine Firewall blockiert UDP auf der Strecke zur Schankanlage.
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Nur die erste von mehreren Schankanlagen ist erreichbar — mehrere Anlagen verwenden denselben Port. Jeder Anlage einen eigenen Port zuweisen.
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Verbindungstest schlägt bei serieller Anbindung fehl — Baudrate, Datenbits, Stopbits oder Parität stimmen nicht, oder der USB-Adapter wurde nicht erkannt bzw. die Berechtigung dafür nicht erteilt.
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Buchungen kommen unregelmäßig an — typisches Bild bei UDP über eine instabile WLAN-Strecke.
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Buchungen landen bei keinem Mitarbeiter — im Schank-Profil fehlen die Benutzernummern; übertragen wird dann
999.
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