Dieser Artikel beschreibt, welche Parameter für eine über das E-Protokoll angebundene Schankanlage benötigt werden und wie sie an der Kassa konfiguriert werden. bessa implementiert das E-Protokoll nach der Spezifikation P160 / WTS ab Version 1.103 (16.05.2021).
Das E-Protokoll ist der klassische, herstellerübergreifende Standard für Schankanlagen, Kaffeevollautomaten und Getränkedispenser. Es wird bei bessa ausschließlich seriell über USB betrieben.
Voraussetzungen
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Die Schankanlage besitzt eine serielle Schnittstelle (RS-232) und ist über einen USB-Seriell-Adapter mit der Kassa verbunden.
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Der Schanktechniker hat die Kassenschnittstelle an der Schankanlage aktiviert und kennt die eingestellten Übertragungsparameter.
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Im bessa Manager ist ein Schank-Profil angelegt und mit Artikel-PLUs, Benutzernummern und — falls benötigt — Tischnummern befüllt. Siehe Schanken.
Sämtliche Parameter auf dieser Seite müssen exakt mit der Einstellung an der Schankanlage übereinstimmen. Sie sind kein Erfahrungswert der Kassa, sondern werden vom Schanktechniker vorgegeben. Die angegebenen typischen Werte sind lediglich ein Ausgangspunkt für die Fehlersuche.
Wo die Parameter eingetragen werden
Das E-Protokoll wird mit dem Verbindungstyp Seriell (USB) betrieben. Eingetragen werden die Werte im jeweiligen bessa Produkt — an der Kassa unter Schankeinstellungen.
Verbindungsparameter
Diese vier Werte beschreiben die serielle Übertragung selbst und müssen identisch zur Einstellung an der Schankanlage sein.
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Feld |
Bedeutung |
Zulässige Werte |
Typischer Wert |
|---|---|---|---|
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Baudrate |
Übertragungsgeschwindigkeit in Bit/s |
Ganzzahl, z. B. |
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Datenbits |
Anzahl der Datenbits pro Zeichen |
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Stopbits |
Anzahl der Stopbits |
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Parität |
Paritätsprüfung |
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Der Wert 3 im Feld Stopbits bedeutet 1,5 Stopbits, nicht 3 Stopbits. Diese Kodierung stammt aus dem seriellen Treiber und wird von den wenigsten Schankanlagen benötigt.
Protokollparameter
Das E-Protokoll überträgt Kellner-, Produkt-, Tisch- und Mengenangaben als Zahlen mit fester Stellenanzahl ohne Trennzeichen. Die Kassa muss deshalb wissen, wie breit jedes Feld an dieser Schankanlage definiert ist — sonst werden die empfangenen Daten falsch zerlegt.
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Feld |
Bedeutung |
Typische Werte |
|---|---|---|
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Stellen Kellner |
Feldbreite der Kellner-/Benutzernummer in den von der Schank gemeldeten Buchungen und im Tisch-Kommando |
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Stellen Produkt |
Feldbreite der Artikel-PLU in Debit- und Kreditbuchungen |
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Stellen Tisch |
Feldbreite der Tischnummer. |
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Stellen Menge |
Feldbreite der Menge bei Kreditbuchungen. |
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Prüfsumme |
XOR-Prüfsumme an jedes Kommando anhängen und in jeder Antwort prüfen |
Aus, sofern der Schanktechniker nichts anderes vorgibt |
Stellen Menge = 0: Kennt die Schankanlage keine Mengenangabe, sendet die Kassa den Artikel automatisch so oft einzeln, wie er boniert wurde. Drei Halbe Bier werden dann als drei einzelne Freigaben übertragen. Für den Gast ändert sich dadurch nichts, die Übertragung dauert aber geringfügig länger.
Stellen Kellner gilt nicht überall: Die Spezifikation P160 / WTS schreibt für die Kellner-Freischaltung und für Kreditbuchungen fest drei Stellen vor. Das Feld Stellen Kellner wirkt daher nur auf die von der Schank gemeldeten Buchungen und auf das Tisch-Kommando. Das ist protokollseitig so vorgesehen und kein Konfigurationsfehler.
Prüfsumme
Ist Prüfsumme aktiviert, hängt die Kassa an jedes gesendete Kommando ein XOR-Prüfzeichen über alle vorangegangenen Zeichen an und erwartet dasselbe Verfahren in der Antwort. Stimmt die empfangene Prüfsumme nicht, verwirft die Kassa die Antwort und meldet einen Fehler.
Die Prüfsumme ist eine Variante des E-Protokolls und nicht bei allen Anlagen aktiv. Sie muss auf beiden Seiten gleich eingestellt sein — eine einseitig aktivierte Prüfsumme führt zu einer scheinbar "verschobenen" Antwort und damit zu einem fehlgeschlagenen Verbindungstest.
FAQ
Woher bekomme ich die richtigen Werte? Vom Schanktechniker beziehungsweise aus der Konfiguration der Schankanlage selbst. bessa kann diese Werte nicht automatisch ermitteln, weil das E-Protokoll keine Aushandlung vorsieht.
Kann das E-Protokoll über das Netzwerk betrieben werden? Nein. In bessa steht das E-Protokoll ausschließlich für den Verbindungstyp Seriell (USB) zur Verfügung. Für Netzwerkanbindungen verwenden Sie VMPS oder Z1U.
Welche Kabel und Adapter funktionieren? Die Kassa spricht den USB-Seriell-Adapter über den Android-USB-Host-Treiber an. Gängige Adapter mit FTDI-, Prolific-, CP210x- oder CH34x-Chipsatz werden unterstützt. Adapter ohne eigenen Chipsatz (reine Steckerkonverter) funktionieren nicht.
Mögliche Fehlerquellen
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Kein Gerät zur Auswahl — USB-Adapter nicht erkannt oder die Berechtigung dafür nicht erteilt. Adapter neu anstecken und die Geräteliste erneut suchen lassen.
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Verbindungstest schlägt fehl, Gerät ist vorhanden — Baudrate, Datenbits, Stopbits oder Parität stimmen nicht mit der Schankanlage überein.
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Buchungen kommen an, aber mit falschem Artikel oder falschem Kellner — die Stellen-Angaben passen nicht. Die Kassa zerlegt die Antwort dann an der falschen Position.
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Sporadische Fehler, einzelne Buchungen gehen verloren — Prüfsumme ist nur auf einer Seite aktiviert, oder die Kabellänge der RS-232-Strecke ist zu groß.
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Mengen werden einzeln statt gesammelt übertragen — erwartetes Verhalten bei Stellen Menge
0, siehe oben.
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