Wenn ein Standort neben der Hauptkassa eine oder mehrere Nebenterminals betreibt, stehen Ihnen nach der Anmeldung an der Kassa-App mehrere Kassen und Terminals zur Auswahl. Nebenterminals funktionieren grundsätzlich gleich wie Hauptkassen, kommunizieren aber nicht über das Internet mit der bessa-Cloud, sondern lokal mit der Hauptkassa im selben Netzwerk. Die Hauptkassa fasst dann sämtliche Buchungen aller Nebenterminals zusammen und synchronisiert sie mit der Cloud.
Diese Seite beschreibt die Anmeldungsreihenfolge, die fixe IP-Vergabe für die Hauptkassa sowie die Netzwerk-Voraussetzungen für eine reibungslose Funkbonierung.
Anmeldungsreihenfolge
Da Nebenterminals ausschließlich mit der Hauptkassa kommunizieren, muss bei der Inbetriebnahme stets zuerst die Hauptkassa verbunden werden — erst danach werden die einzelnen Nebenterminals angemeldet. Andernfalls fehlt den Nebenterminals der Kommunikationspartner und sie können sich nicht initial mit den Stammdaten versorgen.
Fixe IP-Adresse für die Hauptkassa
Es empfiehlt sich dringend, der Hauptkassa im lokalen Netzwerk eine fixe IP-Adresse zuzuweisen (z. B. über DHCP-Reservierung im Router) und diese IP-Adresse im bessa Manager bei der Hauptkassa zu hinterlegen.
Vorteile:
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Nebenterminals müssen die Hauptkassa nicht jedes Mal über Discovery neu finden.
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Die lokale Kommunikation ist deutlich schneller.
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Verbindungsabbrüche bei DHCP-Lease-Wechsel entfallen.
Wenn die hinterlegte IP-Adresse einer Hauptkassa geändert werden soll, muss die Änderung zuerst im Manager erfolgen, bevor sie physisch im Netzwerk umgestellt wird. Danach synchronisieren Sie die Hauptkassa und im Anschluss alle Nebenterminals. Nebenterminals kommunizieren ausschließlich mit der hinterlegten IP-Adresse — wird diese ohne vorherige Manager-Aktualisierung umgestellt, haben Nebenterminals keine Möglichkeit mehr, die neue Adresse selbst zu lernen.
Notfall-Fallback: Nebenterminals abmelden, IP-Wechsel durchführen, dann Nebenterminals erneut anmelden.
Sicherheit und Netzwerk-Trennung
Aus Performance-Gründen kommunizieren Hauptkassa und Nebenterminals im lokalen Netzwerk unverschlüsselt. Daraus folgt:
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Die Kassen sollten sich in einem eigenen Netzwerk befinden — getrennt von Gästen, IoT-Geräten oder dem allgemeinen Bürobetrieb.
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Keinesfalls im selben Netzwerk wie ein Kunden- oder Gäste-WLAN (Gästenetzwerk).
Anforderungen an das Netzwerk
Für eine reibungslose Funkbonierung empfehlen wir folgende Punkte sicherzustellen:
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Zeitsynchronisation — alle Kassen müssen auf die automatische Zeitsynchronisation und auf dieselbe Zeitzone gestellt sein.
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Fixe IP-Adressen für alle Netzwerk-Komponenten: Hauptkassa, Drucker, Kartenterminals, ggf. auch Nebenterminals.
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Offene Ports im lokalen Netzwerk — siehe Tabelle unten.
|
Port |
Zweck |
|---|---|
|
48858 / TCP |
Discovery — Hauptkassa wird im Netzwerk gefunden |
|
48880 / TCP |
Sync — eigentliche Datenübertragung |
WLAN-Empfehlungen
WLAN-Netzwerke sind die häufigste Ursache für sporadische Verbindungsabbrüche zwischen Hauptkassa und Nebenterminals. Mehrere Punkte sollten beachtet werden:
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Mehrere Access Points → Managed Network System Sollten Sie zur lückenlosen Abdeckung mehrere Access Points benötigen, ist ein Managed Network System notwendig, das sicherstellt, dass das WLAN auf allen APs die selbe BSSID bzw. ESSID (je nach System) verwendet und dass Kanäle und Frequenzbänder optimal verteilt sind. Andernfalls springen die Geräte zwischen den BSSIDs hin und her — die Folge sind stetige Verbindungsabbrüche und Synchronisationsprobleme. Wir empfehlen UniFi-Komponenten von Ubiquiti.
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Keinesfalls WLAN-Repeater Die meisten Repeater verwenden für den selben WLAN-Namen unterschiedliche BSSIDs, was zu denselben Problemen wie unten beschrieben führt.
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2,4 GHz und 5 GHz trennen Sollten Sie sowohl ein 2,4-GHz- als auch ein 5-GHz-WLAN haben, stellen Sie sicher, dass diese unterschiedliche SSID-Namen tragen und hängen Sie die Kassen explizit in nur eines dieser beiden Netzwerke. Im Zweifelsfall ist 2,4 GHz wegen der höheren Reichweite zu bevorzugen. Manche Geräte unterscheiden Netzwerke mit gleichem SSID-Namen nicht und springen bei schlechtem Empfang zwischen den Frequenzbändern — auch das führt zu Verbindungsabbrüchen.
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