Belegausgabe und TSE-Signatur
In Deutschland wird jeder Geschäftsvorfall von der TSE signiert. Diese Signatur übernimmt bessa Signieren automatisch im Hintergrund. Die signierten Daten werden gespeichert und nicht laufend ans Finanzamt übermittelt — sie werden erst bei einer Prüfung bereitgestellt (siehe unten).
Was auf dem Beleg steht
Seit der Belegausgabepflicht (2020) enthält jeder Beleg unter anderem:
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Zeitpunkt des Vorgangsbeginns und der Vorgangsbeendigung sowie das Ausstellungsdatum
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die Transaktionsnummer
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die Seriennummer des Aufzeichnungssystems und die Seriennummer der TSE
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den Signaturzähler und den Prüfwert der Signatur
Diese Angaben sind als Klartext lesbar oder über einen QR-Code abrufbar (der QR-Code ist optional).
Kurzfristiger Offline-Betrieb
Anders als in Kroatien ist in Deutschland ein kurzfristiger Offline-Betrieb zulässig. Fällt die Verbindung zur TSE vorübergehend aus:
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können Sie weiter bonieren — die Belegausgabe läuft normal weiter,
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wird der Ausfall auf dem Beleg gekennzeichnet (durch die fehlende Transaktionsnummer bzw. einen eindeutigen Hinweis),
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liefert das Kassensystem in dieser Zeit Datum und Uhrzeit selbst,
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werden die betroffenen Belege nachsigniert, sobald die Verbindung wieder besteht.
Das gilt nur für vorübergehende Ausfälle, nicht für einen geplanten Offline-Betrieb. Der Ausfall ist zu dokumentieren und die Ursache unverzüglich zu beheben.
Meldungen bei einem Ausfall
Ab bessa Kassa Version 6.2.0 nennt die Kassa bei einem Ausfall der TSE-Signatur den Anbieter und die Ursache – im Statusmenü als kurze Zeile mit der Dauer des Ausfalls, unter Menü → Einstellungen → Kassa → Fiskalisierung zusätzlich mit einer Erklärung, was zu tun ist. Daran erkennen Sie, ob Sie vor Ort etwas tun müssen. Bei jeder Ursache bonieren Sie wie oben beschrieben weiter.
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Meldung im Statusmenü |
Was tun? |
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„‹Anbieter›: Server-Zertifikat abgelaufen" |
Nichts. Das Server-Zertifikat des Signaturdienstes ist abgelaufen; das betrifft alle Kunden des Anbieters. Nach der Behebung signiert der nächste Beleg wieder. |
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„Störung bei ‹Anbieter›" |
Nichts. Der Signaturdienst meldet selbst einen Fehler. Die Kassa versucht es bei jedem Beleg erneut. |
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„‹Anbieter› nicht erreichbar" |
Internetverbindung der Kassa prüfen, bei Bedarf Router oder Modem neu starten. Funktioniert das Internet und sind auch andere Standorte betroffen, liegt die Ursache beim Anbieter. |
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„‹Anbieter›: Zugang abgelehnt" |
Behebt sich nicht von selbst. Die Zugangsdaten sind im bessa Manager hinterlegt – wenden Sie sich an bessa oder Ihren Kassenhändler, um sie prüfen zu lassen. |
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„Fiskalisierung ausgefallen seit: … Std" (ohne Ursache) |
Die Kassa konnte den Fehler keiner Ursache zuordnen. Diese Meldung erscheint auch nach einem Neustart, bis der nächste Signaturversuch fehlschlägt, und bei Versionen vor 6.2.0. Hält der Ausfall an, wenden Sie sich an bessa oder Ihren Kassenhändler. |
Notieren Sie für die Dokumentation des Ausfalls Beginn, Ende und die Ursache, die die Kassa gemeldet hat.
Keine laufende Meldung — Bereitstellung nur bei Prüfung
Es gibt keine periodische oder Echtzeit-Übermittlung an das Finanzamt. Die aufgezeichneten Daten werden nur auf Anforderung bereitgestellt — bei einer Außenprüfung oder einer (unangekündigten) Kassen-Nachschau — als DSFinV-K-Export. Es gelten die Aufbewahrungspflichten nach GoBD und § 147 AO; Ihr Steuerberater nutzt diese Daten.