Läuft die Kassa im Selbstbedienungskiosk, bedient sich der Gast selbst — niemand steht daneben. Ergibt ein Beleg eine Auszahlung, gibt die Kassa also Geld heraus, ohne dass es jemand sieht. Damit das nicht unbemerkt und nicht unbegrenzt passiert, braucht eine Auszahlung im Kiosk-Modus seit Version 6.1.0 eine ausdrückliche Freigabe — wahlweise mit einem Höchstbetrag je Beleg. Ohne Freigabe zahlt die Kassa im Kiosk-Modus nichts aus.
Diese Seite betrifft ausschließlich die Kassa im Kiosk-Modus. Wird die Kassa bedient, bleibt die Auszahlung unverändert möglich; dort verantwortet sie Ihr Personal. Siehe Kassabuch.
Wann überhaupt eine Auszahlung entsteht
Eine Auszahlung entsteht immer dann, wenn die Gesamtsumme eines Belegs negativ ist. Im Kiosk-Modus geschieht das in aller Regel über zwei Wege:
-
Pfandrückgabe, die als Artikel mit negativem Preis auf der Bonieroberfläche liegt.
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Retouren, bei denen ein Artikel mit negativer Menge oder negativem Preis gebucht wird.
Hat Ihre Kiosk-Oberfläche keine solchen Artikel, betrifft Sie das Thema nicht: Ein Beleg, der Geld einnimmt, läuft wie bisher.
Ein Gast kann dieselbe negative Position beliebig oft antippen. Genau deshalb sitzt die Grenze auf der Gesamtsumme des Belegs und nicht auf dem einzelnen Artikel — nur so wirkt sie gegen Wiederholung.
Die drei Zustände der Freigabe
|
Zustand |
Einstellung an der Kassa |
Was die Kassa im Kiosk-Modus tut |
|---|---|---|
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Keine Freigabe |
Schalter aus |
Jede Auszahlung wird abgelehnt. Das ist der Auslieferungszustand |
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Freigabe ohne Höchstbetrag |
Schalter ein, Betragsfeld leer |
Auszahlungen sind in beliebiger Höhe möglich |
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Freigabe bis zu einem Höchstbetrag |
Schalter ein, Betrag eingetragen |
Auszahlungen bis zu diesem Betrag je Beleg sind möglich, darüber lehnt die Kassa ab |
Ein fehlender Höchstbetrag ist kein Standardwert, sondern eine Entscheidung. Wer die Freigabe ohne Höchstbetrag setzt, erlaubt an einem unbeaufsichtigten Gerät eine Auszahlung in unbegrenzter Höhe. Setzen Sie einen Höchstbetrag, sobald Sie einen sinnvollen nennen können — etwa den Wert des größten realistischen Pfandrücklaufs.
Die Freigabe setzen
Die Freigabe gehört zur Kassa, nicht zum Gerät und nicht zum ganzen Betrieb:
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Betreiben Sie mehrere Kassen, entscheiden Sie für jede einzeln. Eine Kassa im Hofladen kann auszahlen, während die Kassa im Gastraum es nicht darf.
-
Hängen mehrere Geräte an derselben Kassa, gilt für alle dieselbe Freigabe.
Gesetzt wird sie im bessa Manager an der jeweiligen Kassa:
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Öffnen Sie Standortverwaltung → Kassen und bearbeiten Sie die gewünschte Kassa, siehe Kassen.
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Aktivieren Sie den Schalter Auszahlung am Kiosk erlauben.
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Tragen Sie optional einen Höchstbetrag je Beleg ein — brutto, also inklusive Steuer. Das Feld lässt sich nur bedienen, solange der Schalter aktiv ist.
-
Speichern Sie.
Ein leeres Betragsfeld bedeutet „unbegrenzt", nicht „null". Wollen Sie gar keine Auszahlung, schalten Sie den Schalter aus, statt eine 0 einzutragen.
Eine Kassa trägt kein Kiosk-Kennzeichen, deshalb sind beide Einstellungen an jeder Kassa sichtbar. Wirksam werden sie nur, solange die Kassa im Kiosk-Modus läuft; an einer bedienten Kassa ändern sie nichts.
Prüfen Sie die Einstellung anschließend direkt am Gerät: Buchen Sie im Kiosk-Modus einen Pfandrückgabe-Artikel und tippen Sie auf Bezahlen. Entweder die Zahlung startet — dann ist die Freigabe wirksam — oder Sie lesen im Klartext, was gilt.
Was passiert, wenn es nicht erlaubt ist
Geprüft wird beim Bezahlen, nicht beim Bonieren. Der Warenkorb darf also negativ werden; erst der Abschluss scheitert. Der Gast liest eine von zwei Meldungen:
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Situation |
Meldung am Gerät |
|---|---|
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Keine Freigabe für diese Kassa |
An diesem Kiosk ist keine Auszahlung möglich. Bitte an unser Personal wenden. |
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Beleg über dem Höchstbetrag |
An diesem Kiosk werden höchstens € 20,00 ausgezahlt. Bitte an unser Personal wenden. |
In beiden Fällen gilt:
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Es startet kein Zahlungsterminal. Die Ablehnung kommt, bevor der Gast seine Karte auflegt.
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Es wird nichts gebucht und kein Beleg erstellt.
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Der Warenkorb bleibt erhalten. Der Gast kann Positionen entfernen und es erneut versuchen, oder sich an Ihr Personal wenden.
Wird die Kassa bedient, lässt sich derselbe Vorgang anschließend ganz normal abschließen.
Welcher Betrag geprüft wird
Gegen den Höchstbetrag läuft die Gesamtsumme des Belegs, also genau der Betrag, den der Bezahlen-Button anzeigt:
-
brutto, nach Rabatt und Rundung,
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Trinkgeld eingeschlossen,
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nicht die Summe der negativen Positionen allein.
Der Höchstbetrag selbst ist erlaubt: Bei einem Höchstbetrag von € 20,00 geht ein Beleg über −€ 20,00 durch, einer über −€ 20,01 nicht.
Geprüft wird derselbe Betrag, der auch gebucht würde — nicht ein früher gebildeter Zwischenstand. Ändert der Gast den Warenkorb noch, wird die Grenze auf den neuen Betrag angewendet.
Was unverändert bleibt
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Belege, die Geld einnehmen. Positive Gesamtsummen sind von der Prüfung nicht berührt.
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Belege über € 0,00, etwa reine Trinkgeldbelege, laufen wie bisher durch.
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Die bediente Kassa. Dort ändert sich nichts.
Nach dem Update auf 6.1.0 zahlt eine Kassa im Kiosk-Modus zunächst nicht mehr aus. Wenn Ihre Kassa bisher negative Belege im Kiosk-Modus abgeschlossen hat, tut sie das erst wieder, sobald die Freigabe gesetzt ist. Das ist beabsichtigt — planen Sie die Freigabe vor dem Update ein, wenn Sie Pfandrückgabe im Selbstbedienungskiosk anbieten.
Häufige Fragen
Kann die Kassa im Kiosk-Modus Bargeld auszahlen? Nein. Auch mit Freigabe zahlt im Kiosk-Modus keine Maschine Bargeld aus. Eine Auszahlung läuft über das Zahlungsterminal zurück auf die Karte des Gastes.
Gilt der Höchstbetrag pro Tag oder pro Beleg? Je Beleg. Wie oft ein Gast einen solchen Beleg abschließt, begrenzt die Einstellung nicht — ein knapp bemessener Höchstbetrag ist deshalb wirksamer als ein großzügiger.
Warum wird die negative Position nicht schon beim Antippen abgelehnt? Weil mit einem Höchstbetrag auch ein negativer Beleg erlaubt sein kann. Eine Sperre beim Bonieren müsste dieselbe Grenze kennen und bei jeder Änderung neu rechnen. Eine Prüfung an einer Stelle ist verlässlicher als zwei.
Gilt das auch für den bessa Gastro Kiosk? Nein. Diese Freigabe betrifft die Kassa im eigenen Kiosk-Modus. Zur Abgrenzung beider Begriffe siehe Begriff: Selbstbedienungskiosk.
Wir wollen gar keine Auszahlung im Kiosk-Modus. Dann ist nichts zu tun. Ohne Freigabe lehnt die Kassa jede Auszahlung im Kiosk-Modus ab — der Schalter ist ab Werk aus.
Fehlerbehebung
Die Kassa lehnt ab, obwohl die Freigabe gesetzt wurde. Prüfen Sie, ob die Freigabe an derselben Kassa hängt, an der das Gerät angemeldet ist. Prüfen Sie außerdem, ob der Beleg über dem Höchstbetrag liegt — die Meldung unterscheidet beide Fälle im Klartext.
Die Meldung nennt einen anderen Höchstbetrag als erwartet. Die Kassa zeigt den Wert an, der tatsächlich hinterlegt ist. Prüfen Sie den Höchstbetrag je Beleg im bessa Manager an dieser Kassa.
Der Schalter ist da, aber die Kassa wird gar nicht als Kiosk betrieben. Das ist normal: Die Einstellung ist an jeder Kassa sichtbar, weil eine Kassa kein Kiosk-Kennzeichen trägt. Solange die Kassa bedient wird, hat sie keine Wirkung.
Der Beleg liegt unter dem Höchstbetrag und wird trotzdem abgelehnt. Rechnen Sie das Trinkgeld mit — es zählt zur geprüften Gesamtsumme.
Die Zahlung startet, schlägt aber am Terminal fehl. Dann ist die Freigabe in Ordnung und das Problem liegt beim Terminal: Nicht jedes Zahlungsterminal kann einen Betrag zurück auf die Karte buchen. Siehe Bezahlterminals.
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