Ein externer Scanner bucht Artikel, Gutscheine und Kundenkarten an der Kassa in einem Zug. Damit jeder Scan schnell und vollständig ankommt, muss der Scanner zu der Art passen, wie die Kassa seine Eingaben liest. Diese Seite erklärt diese Arbeitsweise und leitet daraus die Einstellungen ab, die Sie am Scanner vornehmen. Wie Sie eine Einstellung an Ihrem Modell ändern, steht in der Anleitung des Herstellers.
Wie die Kassa Scanner-Eingaben verarbeitet
Ein externer Scanner arbeitet an der Kassa als Tastatur. Ob er über USB oder Bluetooth verbunden ist: Er tippt den gelesenen Code Zeichen für Zeichen, als würde jemand sehr schnell schreiben. Die Kassa erhält also Tastendrücke, keine Barcodes. Das gilt für 1D- und 2D-Scanner genauso wie für externe NFC-Leser, die die Nummer einer Karte oder eines Chips ausgeben.
Daraus folgt:
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Ein Code endet mit dem Abschlusszeichen oder mit einer Pause. Sendet der Scanner nach dem Code ein Enter, bucht die Kassa sofort. Fehlt das Enter, wartet sie nach dem letzten Zeichen eine Viertelsekunde ab, bevor sie den Code als vollständig ansieht.
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Ein Code hat mindestens drei Zeichen. Kürzere Eingaben behandelt die Kassa nicht als Code.
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Am Tempo erkennt die Kassa, was zusammengehört. Zeichen, die höchstens etwa 30 ms auseinander liegen, kommen sicher von einem Scanner und nicht von einem Menschen. Daran trennt die Kassa zwei Scans voneinander und erkennt einen Scan, von dem nur ein Teil angekommen ist.
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Was der Scanner sendet, wird gesucht, und zwar genau so. Die Kassa sucht einen gescannten Code als vollständige Produktnummer oder externe ID eines Artikels. Ein Zeichen zu viel oder zu wenig, und der Artikel wird nicht gefunden.
Die Barcode-Art selbst wertet die Kassa nicht aus, nur die Zeichen, die ankommen. EAN-8, EAN-13, UPC-A, UPC-E, Code 128 und QR-Codes funktionieren daher gleichermaßen, ebenso GS1-Barcodes mit Preis oder Gewicht (siehe Artikel).
Empfohlene Einstellungen
Die Bezeichnungen unterscheiden sich je nach Hersteller. In Klammern steht jeweils der Begriff, unter dem die Einstellung häufig zu finden ist.
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Einstellung |
Empfehlung |
Warum |
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Schnittstelle (Interface) |
USB-Tastatur bzw. Bluetooth-HID |
Nur im Tastaturmodus kommen die Zeichen an der Kassa an. Serielle Modi (RS-232, virtueller COM-Port, Bluetooth SPP) erreichen die Kassa nicht. |
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Abschlusszeichen (Suffix, Terminator) |
Enter (CR) |
Die Kassa bucht beim Enter sofort. Ohne Enter wartet jeder Scan eine Viertelsekunde. Tab oder andere Zeichen gelten nicht als Abschluss. |
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Zeichenabstand (Intercharacter Delay) |
Werkseinstellung (keine Verzögerung); falls nötig die kleinste Stufe, höchstens 30 ms |
Bis etwa 30 ms erkennt die Kassa auch einen nur teilweise gelesenen Scan. Ein längerer Abstand macht jeden Scan langsamer und lässt solche Bruchstücke unbemerkt durch. |
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Doppeltes Lesen (Double Read Timeout, Same Code Delay) |
etwa 0,5 s als Ausgangswert |
Verhindert, dass ein Code, der länger im Lesefeld liegt, zweimal gebucht wird. Ist der Wert zu lang, bremst er das Scannen gleicher Artikel hintereinander. |
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Präfix, Label-ID (Code ID), AIM-ID |
aus |
Sie stellen dem Code Zeichen voran, die in keiner Produktnummer stehen. Der Artikel wird dann nicht gefunden. |
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Barcode-Arten (Symbologies) |
nur die im Betrieb verwendeten |
Barcode-Arten mit variabler Länge (z. B. Interleaved 2 of 5, Codabar) lesen gelegentlich Teile anderer Codes und senden sie als eigenen Code. |
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Tastaturlayout (Keyboard Country) |
gleiches Layout wie an der Kassa, z. B. Deutsch |
Bei Codes mit Buchstaben oder Sonderzeichen vertauscht ein abweichendes Layout Zeichen, etwa Y und Z. Reine Ziffern-Codes sind nicht betroffen. |
Viele Scanner senden ab Werk ohne Verzögerung zwischen den Zeichen, und die Kassa erkennt das zuverlässig. Nur wenn an einem Gerät einzelne Zeichen verloren gehen, wählen Sie die kleinste einstellbare Verzögerung; bei manchen Scannern sind das 10 ms. Mehr als 30 ms sind nicht sinnvoll.
Scanner testen
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Öffnen Sie an der Kassa die Bonieransicht.
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Scannen Sie einen Artikel, dessen Produktnummer im Manager hinterlegt ist.
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Der Artikel sollte sofort im Warenkorb stehen, ohne spürbare Verzögerung.
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Scannen Sie denselben Artikel mehrmals rasch hintereinander. Jeder Scan sollte genau einmal gebucht werden.
Bucht die Kassa erst mit kurzer Verzögerung, fehlt meist das Enter als Abschlusszeichen. Weitere Fehlerbilder stehen im nächsten Abschnitt.
Fehlerbilder und Abhilfe
Hinweis „Der Barcode wurde nur teilweise gelesen"
Die Kassa zeigt „Der Barcode wurde nur teilweise gelesen ('…'). Bitte den Artikel erneut scannen.", wenn der Scanner nur ein oder zwei Zeichen eines Codes und danach ein Enter gesendet hat. In Klammern steht, was angekommen ist. Die Kassa bucht in diesem Fall nichts. Scannen Sie den Artikel einfach noch einmal.
Tritt der Hinweis öfter auf, liegt die Ursache im Scanner:
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Lesen Barcode-Arten mit variabler Länge mit, schalten Sie die nicht benötigten ab.
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Bricht der Scanner den Code ab, prüfen Sie den Zeichenabstand: Steht er auf der Werkseinstellung ohne Verzögerung, stellen Sie die kleinste Stufe ein.
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Bei Bluetooth-Scannern prüfen Sie Akku und Abstand zur Kassa; eine schwache Verbindung kann Zeichen verlieren.
„Artikel nicht gefunden"
Die Meldung „Artikel '…' nicht gefunden!" zeigt in Klammern den Code, den die Kassa erhalten hat. Vergleichen Sie ihn mit der Produktnummer des Artikels:
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Zeichen vorne oder hinten zu viel: Präfix, Label-ID oder AIM-ID ausschalten.
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Code ist kürzer als erwartet: Der Scanner hat nur einen Teil gesendet; siehe oben.
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Buchstaben vertauscht: Tastaturlayout des Scanners an das der Kassa angleichen.
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Code stimmt: Die Produktnummer fehlt am Artikel oder ist anders hinterlegt. Tragen Sie sie im Manager unter Artikel ein.
Zwei Scans werden zu einem Code zusammengezogen
Ohne Enter trennt die Kassa zwei Codes an der Pause zwischen ihnen. Liegen schon die Zeichen innerhalb eines Codes weit auseinander, wird diese Pause schwerer erkennbar. Stellen Sie Enter als Abschlusszeichen ein; dann ist jeder Code eindeutig abgeschlossen. Hilft das nicht, senken Sie den Zeichenabstand.
Ein Scan bucht nichts, ohne Hinweis
Liegt der Zeichenabstand über etwa 30 ms, erkennt die Kassa einen nur teilweise gelesenen Scan nicht mehr als solchen. Das Bruchstück geht dann ohne Hinweis verloren. Stellen Sie den Zeichenabstand auf höchstens 30 ms. Auch Codes mit weniger als drei Zeichen bucht die Kassa nicht.
Der Scanner wirkt langsam
Fehlt das Enter als Abschlusszeichen, wartet die Kassa nach jedem Scan eine Viertelsekunde. Stellen Sie Enter (CR) als Suffix ein. Auch eine Verzögerung zwischen den Zeichen verlängert jeden Scan; wählen Sie die kleinste Stufe, die an Ihrem Gerät zuverlässig funktioniert. Wirkt danach nur das wiederholte Scannen desselben Artikels träge, verkürzen Sie das Double Read Timeout.
Häufige Fragen
Kann ich Codes auch ohne Scanner eingeben? Ja. Über den Ziffernblock buchen Sie Artikel per Produktnummer und erfassen Gutschein-, Treuepass- und Kundenkarten-Codes.
Warum reagiert die Kassa nicht auf sehr kurze Codes? Codes mit weniger als drei Zeichen behandelt die Kassa nicht als Scan, damit Eingaben über eine zusätzlich angeschlossene Tastatur nicht versehentlich etwas buchen.
Kann ich Scanner und Tastatur gleichzeitig anschließen? Ja. Beachten Sie aber: Tippen Sie in der Bonieransicht mindestens drei Zeichen und drücken Enter, sucht die Kassa die Eingabe wie einen gescannten Code.
Gilt diese Seite auch für den eingebauten Scanner meines Kassengeräts? Nicht unbedingt. Manche Kassengeräte binden ihren eingebauten Scanner über eine eigene Schnittstelle an. Diese Seite beschreibt externe Scanner, die als Tastatur arbeiten.